Verkäufer ihrer selbst
Und wo wir schon gerade am Kritisieren sind, hier noch ein wunderbarer Artikel in der ZEIT über den Verlust der Glaubwürdigkeit des Journalismus.
Damals wie heute werden Medien und Journalisten durch zu hohe Ansprüche überfordert und deshalb womöglich ungerecht behandelt. Und vielleicht haben die Menschen ihre Erwartungen schon immer unaufrichtig beschrieben und so getan, als betrachteten sie die Medien allein als Kultur- und Bildungsgut. Tatsächlich erwarten wir vom Journalismus, dass er uns nicht nur informiert und orientiert, sondern auch – zumindest in homöopathischen Dosen – unterhält. (…) Wir erwarten, dass man uns die Suche und Auswahl bis zu einem gewissen Grade abnimmt und dass Kompliziertes verständlich gemacht und auf Trinkstärke gebracht wird. Bei diesem Prozess geht natürlich viel verloren. Aber wir gewinnen auch etwas: das Gefühl, in einer unübersichtlichen Welt irgendwie klarkommen zu können – und das ist nicht wenig.
Ein toller Rundumschlag zur aktuellen Mediensituation von Siegfried Weischenberg, der viel Wahres auf den Punkt bringt.
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