Es ist jedes Jahr dasselbe: Irgendwo in der Nachbarschaft gibt es immer irgendeinen Verrückten, der den ganzen Sommer darauf gewartet hat, daß die Vorweihnachtszeit anfängt, damit er endlich seine zweikommaacht Milliarden Lichterketten und bunten Blinkerräder aus dem Keller holen (in dem wohlgemerkt für anderes schon lange kein Platz mehr ist) und damit seinen Vorgarten schmücken kann, bis die örtliche Stromversorgung in die Knie geht, die Vögel jahreszeitenverwirrt anfangen, vorzeitig aus dem Süden zurückzukehren, die Nachbarn auch bei geschlossenen Rolläden nicht mehr schlafen können, und irgendwelche lichtempfindlichen Extraterrestrier die Erde vielleicht sogar für einen neu entstandenen Stern halten.
Nach dieser zugegebenermaßen ziemlich bescheuerten Vorrede müßt Ihr Euch das hier anschauen. Unbedingt. Dann weiterlesen.

Nach Snopes handelt es sich bei diesem, ja, nennen wir es ruhig Meisterwerk, um mehr als 25 000 Lichter, zwei Monate Arbeitszeit und 10 000 Dollar Kosten. An der Straße sind Schilder angebracht, die Passanten darauf hinweisen, daß unter einer bestimmten Hörfunk-Frequenz zu den blinkenden Lichtern der passende Sound aus dem Radio kommt. Wie’s technisch vonstatten geht, beschreibt der Besitzer Carson Williams aus Ohio hier.
Zusammen mit der Lightshow muß ich bei diesem Video irgendwie unweigerlich mitnicken, obwohl ich wahrscheinlich Würgeanfälle bekommen würde, wenn ich nur die Musik hörte. Der Song stammt übrigens vom Trans-Siberian Orchestra und heißt Wizards in Winter. Abschreckende Hörbeispiele gibt’s hier.
Wer davon nicht genug bekommen kann: Hier gibt’s Jingle Bells in der geflashten (pun intended) Variante. [Windows Media]
Und zum Schluß die schlechte Nachricht: Leider wird es wohl keine Fortsetzung dieses Spektakels geben, da es vor Williams’ Haus durch die Ablenkung der Autofahrer wohl schon zu Unfällen gekommen ist.
Wundert micht nicht - ich wäre bestimmt der erste, der vor dem Haus vorbeifährt und ‘nen Unfall baut.
[via Sven]